
Beispiele für Visualisierungen
Hier finden Sie Visualisierungen, welche Legistinnen und Legisten geholfen haben und veröffentlicht wurden.
Ein Flussdiagramm visualisiert, wie ein Prozess Schritt für Schritt abläuft. Es hilft, die Reihenfolge von z.B. Handlungen, Datenflüssen oder Entscheidungen übersichtlich darzustellen.

Start-/Endsymbol
Der Kreis stellt den Beginn oder das Ende eines Prozesses dar (z.B. Antrag wird gestellt).

Akteurin/Akteur
Ein Rechteck mit Symbol steht für eine beteiligte Person oder Institution im Prozess (z.B. Meldebehörde oder Fahrschülerin).

Prozess-/Aktivitätssymbol
Das Rechteck stellt eine Aktivität oder einen Arbeitsschritt dar (z.B. Antrag prüfen).

Entscheidungssymbol
Eine Raute steht für eine Abfrage mit mindestens zwei möglichen Ausgängen (z.B. Antrag vollständig? – ja/nein).

Datensymbol (Eingabe/Ausgabe)
Dieses Symbol zeigt genutzte oder erzeugte Daten oder Ressourcen (z.B. Melderegister).

Verbindungspfeil
Pfeile verbinden die Symbole und machen die zeitliche Reihenfolge der Prozessschritte sichtbar.
Beispiel eines Flussdiagramms

In diesem Beispiel ist der Antragsprozess für einen Führerschein aus Sicht der Fahrschülerin visualisiert.
Im Video sehen Sie die zuvor erklärten Schritte in kompakter Form – diesmal am Beispiel Einbürgerung. So wird deutlich, wie sich die Methode aus dem Führerschein-Beispiel auch auf andere Themen übertragen lässt.
Wir empfehlen, den ersten Entwurf auf Papier oder einem Whiteboard zu erstellen. Sie können Fehler jederzeit leicht korrigieren und die Darstellung flexibel anpassen. Perfektion ist hier nicht entscheidend – wichtig ist, dass Sie anfangen. Sie können auch in einem einfachen Whiteboard-Programm oder Powerpoint arbeiten.
Darauf sollten Sie achten:
Vorlage für Flussdiagramm
Hier können Sie eine Powerpoint-Vorlage (PPT) für das Flussdiagramm herunterladen. In der Vorlage ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung enthalten. Sie können diese ausdrucken oder an Ihrem Computer bearbeiten. Sofern in Ihrem Ressort Conceptboard genutzt werden kann, können Sie sich auch eine Kopie dieser Conceptboard-Vorlage erstellen. Für letzteres können Sie einen Gast-Zugang anlegen.
Sie wünschen sich ein anderes Medium? Schicken Sie uns eine E-Mail an kontakt@zfl.bund.de.
Sie starten mit einer unsortierten Liste der relevanten Akteure. Schreiben Sie alle Akteure auf, die für den Vollzug der Regelung zuständig sind. Vergessen Sie dabei nicht die Normadressaten. Es ist nicht schlimm, wenn Sie dabei einen Akteur vergessen. Dieser kann später hinzugefügt werden.
Das Ziel der Visualisierung dient Ihnen als Orientierungspunkt, auf den Sie während des Visualisierens immer wieder schauen können. Die Perspektive legt fest, welcher Akteur im Fokus steht. Häufig sind das die Normadressaten, es kann aber auch eine bestimmte Behörde sein, deren interne Abläufe verbessert werden sollen.
Schreiben Sie beides auf.
Jetzt definieren Sie, womit der Prozess beginnt und womit er endet. Nutzen Sie dafür die Perspektive des in Schritt 2 identifizierten Akteurs.
Schreiben Sie beides unter die entsprechenden Symbole auf der Vorlage. Es gibt zwei Symbole, die in Flussdiagrammen Standard sind:
Es kann für verschiedene Akteure unterschiedliche Start- und Endpunkte geben. Konzentrieren Sie sich auf den wichtigsten.

Jetzt übertragen Sie auf das Template die Akteure sowie Start- und Endpunkt:
Jeder Akteur erhält eine sogenannte Schwimmbahn. Alle Aktivitäten des Akteurs finden auf dieser Schwimmbahn statt.

Setzen Sie den Startpunkt an den Anfang der Bahn des Akteurs, den Endpunkt ans Ende. Der genaue Platz wird im Verlauf noch angepasst. Der genaue Punkt findet sich später. Fügen Sie nun Aktivitäten, Entscheidungen und Informationsflüsse der Akteure nacheinander in die Bahnen ein. Formulieren Sie die Aktivitäten möglichst aktiv, z. B. „Akteur X beantragt Y“ oder „Akteur X versendet Y“.

Darauf sollten Sie achten:
Das Ergebnis muss an dieser Stelle noch nicht perfekt aussehen.

Beispiel Fahrerlaubnis
Nachdem Sie den Prozess visualisiert haben, können Sie mit dem Feinschliff beginnen und alles ordnen.
Prüfen Sie, ob die Elemente in Ihrer Visualisierung zu Ihrer Legende passen. Falls Sie noch keine Legende haben, erstellen Sie eine. Sie sollte Abkürzungen und Symbole klar erklären. Ähnlich wie in diesem Beispiel:

Kennzeichnen Sie Ihre Visualisierung mit den wichtigsten Metadaten:
Darauf sollten Sie achten:

Beispiel: Fahrerlaubnis

Hier finden Sie Visualisierungen, welche Legistinnen und Legisten geholfen haben und veröffentlicht wurden.

Erkenntnisse aus der Umsetzung und der direkte Einbezug der Betroffenen verbessern die Wirksamkeit Ihres Vorhaben. Aber wie gelangen Sie an die Erkenntnisse? Und wie gelingt der Transfer in die Regelung? Dieser Leitfaden unterstützt Sie beim praktischen Vorgehen.