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Akteure auflisten
Nutzen Sie diese Tabelle zur systematischen Erfassung und Gewichtung Ihrer Gesprächspartnerinnen und -partner. Dokumentieren Sie hier die Relevanz und den angestrebten Erkenntnisgewinn auf Basis der Leitfragen.
Im folgenden Abschnitt finden Sie eine praxisnahe Anleitung zur strukturierten Vorbereitung und Durchführung von Interviews.
Die Inhalte sind auf Basis von den unten aufgeführten Quellen entstanden.
Zu Beginn wird ein Überblick über alle relevanten Akteurinnen und Akteure geschaffen. Ziel ist es, Personen oder Gruppen zu identifizieren, die von der Regelung betroffen sind oder an ihrer Umsetzung beteiligt sind. Dazu gehören sowohl direkt betroffene Akteure als auch solche, die vorbereitende, unterstützende oder steuernde Aufgaben übernehmen.
Eine Einteilung nach Rollen hilft Ihnen dabei, die Akteurinnen und Akteure systematisch zu ordnen:
Im nächsten Schritt werden die identifizierten Akteurinnen und Akteure in einer Übersicht festgehalten. Diese dient als Arbeitsgrundlage für die weitere Interviewplanung und hilft, unterschiedliche Perspektiven gezielt abzudecken.
Nutzen Sie die folgende Tabellen, um die Ebenen von Betroffenheit und Vollzug präzise abzubilden und relevante Interview-Partnerinnen und Partner zu identifizieren.
Leitfragen zur Auswahl:
Tipp: Kooperationen mit Verbänden oder Gewerkschaften erleichtern den Zugang zu spezifischen Zielgruppen - insbesondere bei schwer erreichbaren Akteurinnen und Akteuren wie Leistungsempfängern.

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Nutzen Sie diese Tabelle zur systematischen Erfassung und Gewichtung Ihrer Gesprächspartnerinnen und -partner. Dokumentieren Sie hier die Relevanz und den angestrebten Erkenntnisgewinn auf Basis der Leitfragen.

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Nutzen Sie die Vorlage zum Zielgruppen-Profil aus dem Bürgercheck, um die Bedürfnisse der betroffenen Akteurinnen und Akteure (Normadressaten) tiefgreifend zu verstehen und diese gezielt zu priorisieren.
Basierend auf Ihrer Übersicht der Akteurinnen und Akteure, können Sie eine passende Interviewmethode wählen. Je nach Zielsetzung, Projektphase und Informationsbedarf eignen sich unterschiedliche Formen:
Quantitative Interviews dienen der Überprüfung bestehender Annahmen.
Sie arbeiten mit standardisierten Fragen und vorgegebenen Antwortoptionen, um vergleichbare und statistisch auswertbare Daten zu erheben. Geeignet zur Messung von Häufigkeiten und Verteilungen.
Qualitative Interviews dienen der Gewinnung neuer Erkenntnisse.
Sie machen Erfahrungen, Perspektiven und Zusammenhänge sichtbar und ermöglichen ein vertieftes Verständnis der Praxis. Die Fragen sind offen, der Gesprächsverlauf flexibel.
Diese lassen sich nochmal unterscheiden:
Nach der Vorbereitung laden Sie Ihre Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zum Interview ein und treten in den direkten Dialog. Ziel ist es, durch gezieltes Nachfragen die tatsächliche Umsetzungspraxis zu verstehen und blinde Flecken im Vollzug aufzudecken. Das Interview gliedert sich in drei Phasen:
Kontaktphase: Schaffen Sie eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre. Erläutern Sie nach der Begrüßung kurz Zweck, Ziele und Ablauf des Interviews.
Erhebungsphase: Beginnen Sie mit offenen Fragen und vertiefen Sie diese gezielt entlang Ihres Leitfadens. Achten Sie auf eine ausgewogene Kombination aus offenen und geschlossenen Fragen. Behandelt werden:
Ausklang & Dokumentation: Fassen Sie nach jedem Themenblock die zentralen Inhalte zusammen und dokumentieren Sie diese parallel zum Gespräch. Zum Abschluss danken Sie Ihrem Gegenüber und informieren über das weitere Vorgehen, um eine positive Grundlage für zukünftige Gespräche zu schaffen.
Weiterführende Quelle: Orghandbuch des BMI 2026
Für die parallele Dokumentation bieten sich folgende Formen an:
Beim Transkript wird das Interview vollständig und möglichst wortgetreu verschriftlicht.
Hierbei werden die zentralen Aussagen, Argumente und Beispiele während oder unmittelbar nach dem Interview schriftlich festgehalten.
Das Interview wird aufgezeichnet und bei Bedarf später ausgewertet oder teilweise transkribiert.
Videoaufzeichnungen in der Praxis Videoformate sind aufgrund des hohen Datenschutz-Aufwands selten. Prüfen Sie vorab, ob die Relevanz für die Regelungserarbeitung den Aufwand rechtfertigt.
In mehreren Gesprächen mit einer Dauer von 45 - 60 Minuten kommen eine Menge Informationen zusammen. Im Anschluss werden die gesammelten Informationen ausgewertet. In der Regel lassen sich aus mehreren Gesprächen zentrale Muster, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren ableiten. Nutzen Sie ggf. die Methode Individuelle Gesprächsauswertung, um Schlüsselaspekte herauszuarbeiten.
Nutzen Sie diese Zusammenfassung, um die methodische Qualität Ihrer Interviews abzusichern und eine lückenlose Vorbereitung sowie Nachbereitung sicherzustellen.

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Die Checkliste bündelt die wichtigsten Handlungsempfehlungen für Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.
Nutzen Sie diese Zusammenfassung, um die methodische Qualität Ihrer Interviews abzusichern und eine lückenlose Vorbereitung sowie Nachbereitung sicherzustellen.